Schneller Abstecher…

Angesagt: 1, Gemacht: 2, Differenz: Kanada! Auf meinem Trip war Kanada eigentlich nicht geplant, da ich aber “zu viel” Zeit an der Westküste hatte, habe ich kurzerhand noch einen Flug von San Francisco nach Vancouver gebucht und so einen weiteren Stempel von Nordamerika in meinen Pass geholt ;-) Dieser 10-tägige Abstecher hat sich definitiv gelohnt!!! Das Wetter war 10 Tage fantastisch, obwohl man Vancouver die Regenstadt nennt. Kein einziger Tropfen abbekommen :-)

Mit den zwei Schweizern, welche ich in Vancouver gleich nach Ankunft getroffen habe, bin ich dann einige Tage um die Häuser gezogen. Am ersten Tag gings nach dem Roger Federer Match im Roxy Burger, einem typischen Burger-Schuppen, und dem Check-In ins HI Hostel Central zum Club Crawl. Für 30CAN$ gabs free Entrace and line-passing für 4 Clubs mit jeweils einem free drink und das am Samstag vom Labor-Day-Weekend!! :-) Die Gruppe besuchte folgendes: Forum, Joe’s Appartment, Republic und Au Bar. Alle diese Clubs, Pubs und Bars befinden sich an der Granville Street, sie nennen es Entertainment District. Diese Strasse wird jeweils Freitag und Samstags im Hauptbereich komplett geschlossen. Wie jedesmal bei diesen Crawl-Dingern verkleinerte sich die Gruppe massiv gegen Ende…

Am nächsten Tag sind wir die ganze Robson Street hoch gewatschelt bis zum Stanley Park. Dort haben wir dann ein Velo gemietet und sind um den ganzen Park herumgefahren. Man sieht dort Strände, viel Wald, eine Kanone, die jeden Abend um 9 Uhr schiesst, Aussicht auf den Hafen, Totempfähle und viele Skater, Jogger und Radfahrer… war ein easy Chillout, nach dem sportlichen Teil gings dann ins Cambie, ein bekanntes Pub, wo ganztägig immer was los ist.

Am nächsten Tag habe ich dann eine “Stadtbesichtigung” des südlichen Teils gemacht, welcher durch eine Bucht abgetrennt ist, jedoch mit Brücken erreichbar ist. Immer zu Fuss, da sieht man die meisten funny Things und die komischsten Kauze. Zuerst gings Richtung Granville Island. Dies ist ein Stadtteil mit grossem Markt, Brauerei und Live-Musik direkt am Hafen. Danach bin ich Richtung Vanier Park losgezogen, wo es wieder Strände hat. Das Wasser ist jedoch meines Erachtens sehr kalt! Überall hat es immer wieder Kunstwerke, teilweise sehr kuriose Gebilde, gibt der Stadt aber einen tollen Touch, fühlt sich sehr einladend an. Ich denke, vieles dieser Touristendinger und Stadtverschönerungsmassnahmen inklusive sehr modernem Public Transportation wurde für die olympischen Winterspiele 2010 erneuert oder erst erbaut. Man sieht richtig wie sich die Stadt herausgeputzt hat. Sehr lustig war auch der Glace-Wagen, welchen ich immer wieder angetroffen habe, welcher klassisch seine piepsende Melodie abspielte wenn er zu einem Verkaufspunkt fuhr. Das Lied ist mir danach den ganzen Tag nachgelaufen… :-D Abends gings dann zum Pub Crawl, nicht zu verwechseln mit dem Club Crawl ;-)

Nach diesen sehr urbanen Tagen, brauchte ich ein bisschen Abwechslung, so habe ich einen Greyhound-Bus, welcher hier im Gegensatz zur USA sehr auf Backpacking ausgelegt ist, nach Whistler genommen. Dort ebenfalls ins HI Hostel (langsam habe ich meine Youth Hostelling Mitgliedschaft rausgeholt ;-) eingecheckt, dies war eine ehemalige Athletenunterkunft der Olympiade 2010. Ein bisschen abgelegen, aber TOPmodern. Es ist nicht wirklich viel los im Sommer rund um das Hostel, scheint wirklich eine Winterdestination zu sein. Wenn man aber mit dem Bus nach Whistler Village hochfährt (ca. 20 Min.), dann sieht man dass sich dieser Wintersportort extrem Mühe gibt auch im Sommer Touristen anzuziehen. Skatepark, schöne “Strände” an den Seen, riesiege Mountain Bike Downhill Area (voll grob!), Zip-Lining, Rodelbahn, Hiking Trails mit Peak-2-Peak-Bahn, Riverrafting oder auch Golfing. Schweizer Orte sollten sich da eine grosse Scheibe abschneiden und nicht immer nur klagen… Am ersten Tag gingen wir auf eine Wanderung: Zuerst gings mit der Bahn hoch auf den Whistler Mountain und dann oben auf eine Rundwanderung wo man auch ins andere Tal rübersah, war ein sehr schöner Tag und grossartige Aussicht!! Natürlich sind wir dann auch mit der Peak-2-Peak-Bahn zwischen den Gipfel hin und wieder zurück gegondelt :-) … voll Touri hey ;-) Danach gings noch ein bisschen am See rumhängen bzw. erfrischen. Auf dem Weg zurück ins Dorf haben wir dann noch eine Bärenmutter mit einem Jungen gesehen. Sie hatten sich unglückicherweise getrennt (ein Fluss dazwischen). Die Parkranger schauten dann, dass die Mutter wieder zurück über die Brücke zu Ihrem Jungen geht. Man durfte nicht zu nah ran, da die Bären aggresiv werden können wenns um ihre Kids geht. Nach einem Burger und einem frischen Panaché gings dann zurück ins Hostel den Abend noch ausklingen lassen.

An nächsten Tag habe ich dann einer self-guided Tour gejoint, welche zu einem See führt. Dort hatte es eine crazy Tarzan-Swing!!! Video, andersch grob gsie!! Am Nachmittag dann noch ins Dorf gefahren und was gegessen, am Abend mit einem Kanadier noch ein lokales Pub “begutachtet” ;-) Nach dieser Nacht gings dann zurück nach Vancouver, war ein bisschen kompliziert, da noch ein Velorennen war welches von Vancouver nach Whistler führte, dies hatte zur Folge das die halbe Strasse gesperrt war und die Greyhound-Station an einen anderen Ort verlagert wurde. Aber auch das haben wir gemeistert. Am Abend bin ich dann Mal wieder zum Coiffeur, komische Chinesin hat mir geschnitten, sie ist wie wild mit dem Rasier auf meinem Kopf rumgefräst, aber sie hats nicht schlecht gemacht (für 15$ ;-) Dann habe ich noch den Gastown-District besucht mit der äussert berühmten Dampfuhr, haha!

Am 13. September gings dann zurück nach San Francisco, wo es noch Mal zwei Nächte zu übernachten gab. Hab dann noch die Wäsche gemacht und das California of Science Museum im Golden Gate Park besucht. War interessant, insbesondere das Planetarium, welches das grösste digitale der Welt ist. Am Abend gings dann mit den argentinischen Roommates auf die Gasse, wir endeten in der MatrixFillmore-Club. Als wir am Ende für ein Taxi Ausschau hielten, fuhr ein Limo zu, welche uns alle für 20$ nach Hause fuhr. Wieso auch immer… ;-) nach einer kurzen Nacht nach Hawaii abgeflogen.

Jetzt ein bisschen am Waikiki Beach rumhängen bis am Montag Gregor ankommt. :-D
Und was macht Ihr eigentlich den ganzen Tag? Kommentare eröffnet ;-)

PS: “Journey in Numbers” und “Where the Hell is hp107?” Updated!