Beachte die Aussprache…

… und notiere Dir auch chinesische Zeichen, aber später mehr dazu.

Von Macau gings zu Fuss über die Grenze nach China, dort hiess es den richtigen Bus nach Guangzhou zu finden. Dies ist nach Shanghai und Peking die drittgrösste Stadt in China, welche durch die halbjährliche Import- / Export-Messe gross geworden ist. Mit der chinesischen Übersetzung der Adresse des Hostels, bekam ich dann einen Bus in die Stadt. Dieser stoppte dann ca. 3h später irgendwo mitten in der Stadt in der Nähe einer Universität. Danach lief ich Mal in eine Richtung, um zu einer U-Bahn-Station zu kommen, damit ich mich orientieren konnte… glücklicherweise war ich dann nur noch zwei Stationen von der Zielstation entfernt. Easy! Dann gings auf die Suche nach dem Hostel, welches sich in einem Hochhauskomplex befand und nur die Klingel war angeschrieben. Aber auch diese Hürde konnte ich erfolgreich meistern.

Am nächsten Tag gings mit einem Deutschen und einer Dänin die Stadt erkunden… Wir schlenderten den ganzen Tag durch die verschiedensten Viertel und haben vor allem Spass an den vielen Backalley’s. Jedes Viertel hatte seine eigene Branche, Schuhviertel, Teeviertel, Türenviertel, jeweils immer mit allen möglichen Produkten rund um diese Branche… irgendwie schräg… machsch jo au ned en McDonalds, näbeme McDonalds uf… Abends gabs dann noch einen Geburtstag von einem Typ von Singapur zu feiern ;-) Am nächsten Tag gings zu einem Berg, nein wohl eher Hügel, wo man über die ganze Stadt sehen konnte. Auch viele Chinesen sind dort rauf und runter gewandert, jede Gruppe hatte einen Ghettoblaster dabei. Je nach Alter gabs beim Vorbeigehen Volkstümliches oder modernen Pop zu hören… Fast auf dem Gipfel hatte es noch einen buddhistischen Tempel. Der Singapur-Typ hat uns dann eine zweistündige Einführung in den Buddhismus gegeben, war sehr interessant vor allem auch der Vergleich mit den anderen Religionen. Abends noch ein bisschen in der Stadt rumgelungert, viel Strassenfood gezogen und über Gott und die Welt diskuttiert.

Und dann passierte es: einfaches „Tagesziel“ war eine 7stündige Busreise nach Yangshuo, was jedoch zu einer 30stündigen Zweitages-Reise wurde. Ein Engländer und ich sind am Morgen zur Busstation und haben mündlich das Ticket nach Yangshuo bestellt, ausgesprochen „Jangschuo“. Nach dem wir dann ca. 3 Stunden mit dem Bus unterwegs waren, mussten wir in einen kleineren Minibus wechseln, dies war schon Mal komisch, aber kann ja sein. Schlussendlich hat uns dieser Bus bei seiner Endstation ausgeladen, somewhere in the nowhere… wir hatten keine Ahnung wo wir sind, aber wir wussten, wir sind definitiv nicht in Yangshuo… nach ein bisschen rumfragen, hauptsächlich mit Handzeichen, haben wir dann herausgefunden, dass wir in Yangchun sind, ausgesprochen „Jangschu“. Haha! Nicht Mal im dicken Lonely Planet ist dieses Örtchen drin… und es war komplett in einer anderen Himmelsrichtung als unser Zielort! Haha! Beachte die Aussprache! und vergleiche die Zeichen auf dem Ticket mit den notierten… Eine Frau hat uns dann ein Taxi organisiert, welches uns an den Bahnhof in der nächstgrösseren Stadt gebracht hat. Dort mit den wartenden Gästen versucht herauszufinden wie wir an unseren Bestimmungsort gelangen können. Dann ein 7-Stunden-Zug genommen, irgendwo übernachtet, wieder ein 5-Stunden-Zug und dann noch ein Bus, schlussendlich: Mission completed! War lustig, haben chinesisches Poker gelernt, da ist die Karte 2 das höchste, haben einen schüchternen Chinesen mit einer noch schüchterneren Chinesin verkuppelt, sind stundenlang neben einem alten Mann mit Baby, welches ein dickes Geschäft in der Hose hatte, gehockt und haben irgendwelche komische Speisen konsumiert.

In Yangshuo dann im Monkey Jane’s eingecheckt, wohl das Nummer 1 Hostel im sehr touristischen Örtchen. Daily Beer-Pong-Tournament und Rooftop-Bar! Die Landschaft ist fantastisch, überall diese komischen Bergspitzen, welche nachts sogar beleuchtet sind. Schlussendlich bin ich 5 Tage dort geblieben. Einmal sind wir zu dem Ort gefahren, welcher hinten auf der chinesischen 20 Yuan-Note ist, war eine tolle Töfftour! Ein anderes Mal haben wir ein Velo gemietet und sind zur Dragon Cave gefahren und auf den Moon Hill (Berg mit Loch drin) gewandert. Da der Singapur-Typ fliessend chinesisch sprach, haben wir überall viel Informationen bekommen und auch aussergewöhnlichen Food, da wir immer bei lokalen Restaurants, ohne englische Menükarte, essen konnten :-) … Dann war da noch der 11.11.2011… Dies wird in China auch gefeiert, aber nicht wegen dem Fasnachtsbeginn… sie nennen es den 6-Dick-Day. Jeder Single-Mann soll sich an diesem Tag eine Frau suchen, diesmal war es besonders speziell, weil gleich sechs Einsen (Dicks) im Datum steckten ;-) … Crazy!

Allgemein muss ich zu China sagen, dass die Leute nicht wirklich die Einfachsten sind, habe schon nettere Völker kennengelernt. In der U-Bahn wirst Du rumgestossen, es wird extrem gedrängelt, sie spucken überall und rülpsen ist auch bei älteren Frauen an der Tagesordnung! Hab mich dann einfach angepasst ;-)

Liebe Familie, Freunde, Verwandte! Wünsche Euch extrem tolle Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Irgendwie bin ich überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung, da hier täglich 25 bis 30° C warm ist und der Weihnachtsflair nicht aufkommen kann. Geniesst das Essen, feiert die Parties, lasst es krachen und habt eine freudige Zeit mit Euren Lieben!!