Thai-Style!

Nach dem spannenden Bordercrossing-Erlebnis gings dann auf den Markt, Dinner einkaufen und danach zu Premi’s Familie ins Dorf. Dort war für mich auch schon eine Matratze im Gästezimmer bereit. Das Haus ist gegenüber den anderen Hütten im Dorf fast schon luxuriös! Es hat einen riesen Umschwung mit Teich und Hühnerstall, Hans und Premi’s Mama haben auch eine grosszügige Fläche mit diversen Gemüsen und Früchten bepflanzt, welche für den Eigenbedarf sowie auch für den Verkauf geerntet werden.

Für mich kehrte schon fast eine Art Alltag ein, musste mich um fast nichts mehr kümmern, wie z.B. wo schlafen, wo und was essen, wie von A nach B kommen, etc… wurde richtig zappelig ohne Beschäftigung. Wir haben viel rumgealbert, die Nachbarn = Verwandte besucht, Kokusnüsse von den Bäumen geholt, mit dem Velo das Dorf und Umgebung erkundet, auf dem Markt einkaufen gegangen, vielleicht noch in den Supermarkt damit man schnell ins Internet konnte oder sonst nur einfach “dumm gschnorret”. Konnte dann die anderen doch noch überzeugen, dass wir noch etwas Richtiges unternehmen. So haben wir den Tempelkomplex in der Nähe besucht, welcher aus Millionen von Flaschen besteht. Danach sind wir noch zu einem Wasserfall gefahren, welcher aber gar nichts wert war. Am nächsten Tag sind wir dann mit einigen Töffs an einen ruhigen See gedüst, wo Dave sich im Fischen versuchte und wir einige fritierte Käfer verzehrt haben. Waren nicht schlecht ;-)

An einem Abend haben Premi’s Eltern dann noch ein Kollegen-Pärchen (er Italiener, sie Thai) eingeladen, am nächsten Tag haben sie uns zu sich eingeladen, Thai-Style halt ;-) Am letzten Abend gabs dann noch eine Art Abschlussessen wo die komplette Verwandschaft kam. Als „Spezialspeise“ gabs eine Art Tischgrill, einfach mit einem Art Hut statt mit einem Grill. Dann gings mit dem Nachtbus nach Pattaya, wo Premi’s Cousin wohnt. Zuerst haben wir dort noch ein bisschen nachgeschlafen, dann gings an den Strand (viele „grusige“ Alte mit jungen Thai’s und schwule Europäer mit Ladyboys). Hat mir nicht gefallen, was auch immer: wir hatten unseren Spass :-) Am Abend gings dann zum Sushi-All-You-Can-Eat mit dem klassischen Karussel… wir haben die Fr. 10.- defintiv rausgeholt ;-) Danach fuhren wir zum Viewpoint, wo man über die erleuchtete Stadt sehen konnte. Am Ende sind wir noch in der Walking Street eingekehrt, das wohl typische Pattaya-Erlebnis… :-D
Nach einer ruhigen Nacht ging ich alleine mit dem Bus an den Flughafen in Bangkok, wo ich die weisse Debora traf ;-) Wir haben dann entschieden, dass wir (auch wenn nur für eine Nacht) uns auf den Weg in die Khao San Road machen, dem Backpacker-Hochburg-Bezirk in Bangkok, um dort zu „übernachten“. Und jawohl, steil, es war die längere Strecke definitiv wert! :-D Am nächsten Nachmittag sind wir dann nach Krabi geflogen, wo wir den Bus nach Ao Nang genommen haben. Dann war glaub ich Weihnachten, hab das nicht so mitbekommen… Auf jeden Fall haben wir ein All-You-Can-Eat-Buffet angesteuert und reingehauen. Am Abend noch eine Dr. Fish-Massage „genossen“. Da kann man die Füsse ins Wasser halten und die Fische essen dann tote Hautpartikel ab… hmmm… kitzelt und ist eine Erfahrung wert, aber die Wirkung ist nicht wirklich effizient… Wir haben uns eine frühe Nacht gegeben und haben dann am Morgen einen Töff gemietet und sind in der Gegend rumgeflitzt und haben wiedermal einen Tempel besucht :-) Dann begann es aus Giesskannen zu schütten (gets jo gar ned!!!), wir haben uns verfahren und sind schlussendlich, nach mehreren Regen-Stopps pflotschnass zu Hause angekommen. Haha… haben wir am Abend gefeiert ;-) Fotoshooting-Tag! Wir haben unser Weihnachtsbäumchen an einem langgesuchten, perfekten Plätzchen aufgestellt, geschmückt und die Kamera’s klicken lassen.

Wir sind dann mit der Fähre nach Koh Phi Phi losgefahren. Dort haben wir es uns gutgehen lassen, tagsüber am Strand hängen, nachts die unzähligen „Entertainment“-Möglichkeiten geniessen. Zweimal sind wir noch zum Thai-Boxen, wo auch Teilnehmer aus dem Publikum für ein Bucket (der Drink in einem Kübel) gegeneinander antreten konnten… War lustig! ;-) Einmal sind wir noch an den Long Beach gewandert, welcher als schönster bzw. ruhigster der Insel geehrt wird. An einem anderen Nachmittag haben wir noch eine Tour nach Koh Phi Phi Leh gebucht (dort wurde „The Beach“ gedreht). Diese unbewohnte Insel ist jedoch nicht mehr, was sie einmal wahr, da waren defintiv schon zu viele Touristen dort. Das Korallen-Reef ist auch nicht so farbenfroh wie beschrieben…hab ich schon bessere gesehen. In der Nacht bevor wir weitergereist sind hab ich dann noch „the Wives“ am Strand getroffen, die englischen Girls mit welchen ich schon 6 oder 7 Monate vorher in Costa Rica rumgereist bin… uuuuhhh, Junge, Junge, das war ein Abend ;-)

Für Silvester sind wir dann richtig Phuket losgezogen, eigentlich auch eine Insel, aber sie ist riesig, darum lässt man das „Koh“ vorne dran auch weg. Genauer gesagt sind wir schlussendlich in Patong gelandet. Die wohl meistbesuchte „Stadt“ auf der Insel. Zuerst haben wir in einem Hotel eingecheckt, welches Bed Bugs hatte, glücklicherweise haben wirs gleich erkannt und uns nicht die ganze Nacht stechen/beissen lassen. Ein paar Häuser weiter haben wir dann ein anderes Zimmer gefunden, welches auch noch günstiger war. Einige Nächte später haben wir dann entschieden, dass wir Mal wieder einen auf Touri machen sollten. Haben uns am Morgen wieder ein Töff gemietet, hatten leider nur noch manuell Geschaltete, aber das war auch ideal für all die Hügel rauf und runter. Da konnte man schön runterschalten fürs rauffahren und die Motorenbremse bremsen lassen wenns runterging… Wir sind dann an einem Viewpoint gelandet und haben den grössten Tempel von Phuket besucht, wo noch viele lokale People für das neue Jahr gebetet und „Spenden“ gebracht haben. Resultat am Ende des Tages: Nasenextremsonnebrand mit Sonnenbrillenabdruck. ;-) Am Silvester gings dann anders, wir sind da Mal Richtung Strand los, jedoch mussten wir da Stunden anstehen für einen Drink, so haben wir uns entschieden den nächsten Liquor-Store anzusteuern und das selber an die Hand zu nehmen. Erfolg! Mit unseren PET-Flaschen gings zurück an den Strand… Haben dann noch einen Lucky-Ballon abgelassen. Das ist so ein Ding aus irgendeinemStoff, geformt wie ein Quader mit einem Brennstoff-Ding unten drin. Dann zündest du das an und wenns genug warm wird, lässt es losfliegen. Wichtig dabei: Musst Dir was wünschen! Da waren tausende von diesen Dingern, viele wurden zu früh los gelassen worden und sind in der Menschenmenge gelandet oder haben die Palmen angezündet. Man muss sich vorstellen: The Beach was packed!! Das gleiche mit dem Feuerwerk: Da liefen Typen rum, die da diese Zylinderstangenraketen (ist das ein Wort? Hmmmm) verkauft haben, sobald der Verkauf klar gemacht wurde, wurden sie einfach in der Nähe des Käufers (geschätzte Distanz: 1m) in den Sand gestellt und entfacht. Klar, dass die 40 Leute rundherum das nicht mitbekommen haben und das erst gemerkt haben, als es tscccccchhhhhhhhhh machte. Crazy!! Einige dieser Schüsse haben dann auch nicht wirklich die erforderliche, sinnvolle und gewünschte Höhe erreicht und sind knapp über den Leuten explodiert. Ohrenbetäubt, geblendet und trotzdem voller Neujahrsfreude sind wir dann mit der Masse in die Partystrasse zurückgekehrt, wo wir uns ein Drink für je 800 Baht (ca. 24 Fr.) gegönnt haben. Die Lokalität beschreib ich Mal als feudal mit speziellem Entertainment. Nennt sich auch Ping-Pong-Show, wobei der Ping-Pong-Ball wohl noch das simpelste der Spielgeräte ist. Da gabs Nadeln, Rasierklingen oder auch ein Blasrohr, mit welchem auf Ballöne im Publikum geschossen wurde. Wer’s nicht kennt soll’s googlen… ;-) No Details, ist halt was wie das Bundeshaus in Bern, man muss es ansehen, wenn man dort ist, aber ist nicht wirklich was Spezielles. Nach einigen Tagen gings mit dem Bus zurück nach Bangkok, da ich noch das Visum für Indien beantragen musste und Debora bald heimflog. Khao San Road! Again! Viel Spass und Amusement… aber auch das Sightseeing mit vielen Fussmärschen hat nicht gefehlt ;-) Als Debora Richtung Kälte und Real-Live flog, bin ich dann nach Chiang Mai losgezogen, nördlich, dies weil ich 6 Arbeitstage auf mein Visum warten musste und nicht einfach in Bangkok verweilen konnte, war zu uninteressant!

Dort in einem tollen Hostel eingecheckt, welches eine richtige Mama hatte. Sie sorgte sich um alles und jeden, das sind Orte wo Du familiären Charakter findest und auch Mal ein, zwei oder einfach viel zu lange bleibst, weil Du Dich einfach wohl fühlst. Auch die Stadt war völlig gechillt, speziell im Gegensatz von Bangkok. Dort dann wiedermal ein Scooter gemietet und den nahegelegenen Berg/Hügel hochgecruist, ich sag Euch das war eine geile Fahrt: perfekte Strasse, schön kurvig und nicht zu viel Verkehr (i like it!). Dort haben wir an einem Fluss ausgeruht, diverse Viewpoints genossen und am Schluss bei einem goldenen ( ja es hat dich geblendet vor Gold) Tempel gelandet sind. Tage mit Nichtstun und Velo-Cruise folgten. Dann machte ich noch den „Flight of the Gibbon“ , da ich in Costa Rica dieses Extreme Canopy (vielleicht magt ihr euch errinern) machte, welches ja anders grober Spass war. Jedoch war das nicht halb soviel Spass durch den Dschungel zu fliegen wie damals!

Zurück nach Bangkok, Tausch meiner gelesenen Bücher durch ein zwei andere, Pickup meines Visums, Wäsche waschen (schon wieder) und los gings nach Indien. Die letzte Destination meiner Reise und ein Land wo von ich wirklich keine Ahnung hatte und nur ausgewählt habe, weil es zwischen Zürich und Bangkok liegt. Was mich aber komplett umhaut, was ich vorher noch nicht entdeckt habe! Lies es im nächsten Teil!